Wort in den Tag: rostiger Fahrradschlüssel
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An unserem Urlaubsort gibt’s eine Gruppe, die Gegenstände sammelt, die am Strand angespült werden. Einmal haben sie einen alten rostigen Fahrradschlüssel gefunden.
Und bei mir fängt schon das Kopfkino an: Ein Kind, das weinend am Strand steht, denn der blöde Schlüssel ist weg und es kommt nicht mehr so leicht nach Hause. Katastrophe! Eltern schimpfen.
So wie der Schlüssel aussieht, dürfte das Kind von damals inzwischen vielleicht selber Kinder haben und das alles schon lang vergessen haben.
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Predigt beim MehrWegGottesdienst: Hast du was an den Ohren?
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Schon wieder diese Klangschale. Uff. Vorhin im Anspiel hab ich gesagt, dass mich das eher nervt als beruhigt, und ja, das ist wirklich so.
In der Geschichte von Maria und Martha, die wir am Anfang gehört haben, bin ich wohl eher die Martha. Die, die gleich in Aktion verfällt.
Das hier ist noch zu erledigen.
Und jenes.
Und alles ganz dringend, und wir haben ja Gäste, da muss alles perfekt sein!
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Predigt zum Erntedankfest: Brot brechen, Welt verändern
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Liebe Gemeinde, liebe Trachtler,
Es sind unruhige, unsichere Zeiten, in denen wir leben. Vor lauter Krisen weiß man gar nicht mehr, wo man hinschauen soll – oder vielleicht: Wo man wegschauen soll. So viel haben wir überstanden in den letzten Jahren, Corona, Wirtschaftskrise, Inflation. Aber so richtige Aufbruchsstimmung kommt nicht auf, so sehr die Politik auch versucht, sie zu beschwören.
Fast so wie im dritten Teil des Jesaja-Buches, aus dem unser heutiger Predigttext stammt: Der „Tritojesaja“ entstand wahrscheinlich nach dem Ende des babylonischen Exils. Das Volk Israel war wieder zu Hause, aber die große Hoffnung auf eine erneuerte Gesellschaft, einen neuen Anfang in einer neuen Zeit, die erfüllte sich nicht einfach so. Stattdessen herrschten soziale Spannungen, Armut und Ungerechtigkeit.
Für Jesaja – oder wer immer diesen dritten Teil geschrieben hat – waren diese sozialen Fragen ganz grundlegend auch für den Glauben. Kurz vor unserem Text wendet er sich gegen das „falsche Fasten“, das nur auf Selbstdarstellung zielt. Richtiges Fasten? Das ist: Für Gerechtigkeit sorgen. Den Armen beistehen. Für die Entrechteten da sein. Hungrige speisen, Arme aufnehmen, die Nackten kleiden. „Brich mit den Hungrigen dein Brot!“
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Wort in der Mitte: Für alle. Mit Herz und Verstand.
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Liebe Vesperkirchengäste, liebe Gastgeberinnen und Gastgeber,
Was haben Sie heute gewählt? Tagessuppe ja oder nein? Lasagne oder Pilzragout? Boah, da wird’s für mich schon schwierig mit der Auswahl.
Aber na ja, Sie werden sich entschieden haben oder haben die Wahl noch vor sich.
Eine andere Wahl beschäftigt uns in diesen Tagen sehr intensiv und sie ist sicher schwieriger als die, was ich heute essen will. Viele Parteien und sehr unterschiedliche Programme stehen da zur Wahl. Von mir werden Sie heute natürlich keine Empfehlung für eine Partei hören. Aber evangelische und katholische Kirche haben gemeinsam eine Aktion zur Wahl gestartet. Die heißt: Für alle – mit Herz und Verstand.
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Wort in den Tag: Giraffenblick
11.01.23 Wort in den Tag Kuschel.mp3
Liebe Hörerinnen und Hörer!
Im Internet kann man sich von einer künstlichen Intelligenz Bilder malen lassen. Natürlich hab ich das mal mit der neuen biblischen Jahreslosung ausprobiert: „Du bist ein Gott, der mich sieht“.
Und war dann doch etwas perplex, als mich auf dem Ergebnis eine ... Giraffe anschaute.
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Predigt: Wer ist mein Mitmensch?
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Text: Lk 10, 25-37 (BasisBibel)
25 Da kam ein Schriftgelehrter
und wollte Jesus auf die Probe stellen.
Er fragte ihn: »Lehrer, was soll ich tun,
damit ich das ewige Leben bekomme?«
26 Jesus fragte zurück: »Was steht im Gesetz?
Was liest du da?«
27 Der Schriftgelehrte antwortete:
»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben
mit deinem ganzen Herzen,
mit deiner ganzen Seele,
mit deiner ganzen Kraft
und mit deinem ganzen Denken.«
Und: »Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst.«
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Predigt: Was geht's dich an?
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Müde, ja verzweifelt sitzt der Pfarrer vor dem leeren Blatt, das seine Predigt werden soll. Die Worte sind ihm ausgegangen. „Sie haben keine Worte mehr!“, so hört er Maria rufen. Doch Jesus weist sie zurück: „Was geht’s dich an?“
Müde, verzweifelt sitzt das Krankenhauspersonal im Bereitschaftsraum. Das tägliche Leiden und Sterben auf der Intensivstation hat sie mürbe gemacht. „Sie haben keine Intensivbetten mehr!“ ruft Maria. Doch Jesus weist sie zurück: „Was geht’s dich an?“
Müde, verzweifelt sitzen Eltern mit ihren Kindern beim Homeschooling. Die eigene Arbeit bleibt liegen und doch können sie ihren Kindern nicht gerecht werden. „Sie haben keine Geduld mehr“, ruft Maria. Doch Jesus weist sie zurück: „Was geht’s dich an?“
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Barmherzigkeit und Abstand
11.01.21 Wort in den Tag Heiko Kuschel.mp3
Liebe Hörerinnen und Hörer!
OK, ich tu’s. Ich schau nochmal zurück auf 2020. Viel Gutes gibt’s da ja nicht zu berichten. Oder vielleicht doch?
Eine Entwicklung in der Pandemie fand ich besonders spannend: Wie Menschen sich im persönlichen Bereich gegenüber anderen verhalten haben. Und da gab es viele, die sich das ganze Jahr über eingeschränkt haben. Oft sogar mehr als vorgeschrieben. Und das weniger, um sich selbst zu schützen, als um andere vor einer möglichen Ansteckung zu schützen.
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Wort in den Tag: Tu etwas für umsonst
28.08.19 Wort zum Tag.mp3
Liebe Hörerinnen und Hörer!
Was macht ein Friseur nach Feierabend? Genau: Haare schneiden. Nein, nicht schwarz, um was dazuzuverdienen. Sondern kostenlos. Für Obdachlose und arme Menschen. Seit Jahren tut der Londoner Friseur Joshua Coombes das. Gemeinsam mit Freunden lädt er im Internet unter dem Hashtag #Dosomethingfornothing – tu was für umsonst – andere dazu ein, es ihm gleichzutun.
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