Predigt zu Kirchweih und Friedensfest: Fröhlich in der Versöhnung

Liebe Gemeinde!

Heute ist nicht nur Kirm, das wissen wir. Heute ist Friedensfest. Seit 372 Jahren, wenn ich mich jetzt nicht verrechnet habe, feiern wir den Frieden. Und wir erleben doch immer wieder, wie bedroht dieser Frieden ist. Auch, wenn wir hier in Deutschland nun schon so lange von Krieg verschont sind – Auswirkungen ferner Kriege erleben wir auch. Wir treffen auf Menschen, die zu uns fliehen vor Bomben, Verfolgung, Terror oder einfach nur aus wirtschaftlicher Not, weil ihre Heimat vollkommen zerstört ist. Wir hören Nachrichten aus anderen Ländern, in denen die Konflikte immer weiter angeheizt werden.

Und bei uns? Hier sind es eher die persönlichen Konflikte, die uns zu schaffen machen. Der Streit um Corona-Maßnahmen, Impfungen, Tests und Maskenpflicht hat manche entzweit, die mal gute Freunde waren. Die politischen Auseinandersetzungen vor der Wahl sind manchmal schmerzhaft und beleidigend. Und unterschiedliche politische Überzeugungen spalten Familien und manche Freundschaft noch mehr.

Ansprache beim MehrWegGottesdienst: Dir geht's gut und wie geht's mir?

Ansprache beim MehrWegGottesdienst am 11.7.2021

Treffen sich zwei Telepathen. Sagt der eine zur Begrüßung: „Dir geht’s gut, und wie geht’s mir?“

War eigentlich nur ein Witz bei unserer legendären jährlichen Themenfindungssitzung – und dann wurde ein Gottesdienst draus. Weil wir diese Frage total spannend fanden, auch wenn wir nicht Gedanken lesen können.

Wieder vor Ort: MehrWegGottesdienst am 17.7. "Dir geht's gut und wie geht's mir?"

Dir geht’s gut und wie geht’s mir? Manchmal ist es gar nicht so einfach, über die eigene Befindlichkeit zu sprechen. Oder überhaupt festzustellen: Wie geht es mir eigentlich? Wir hoffen darauf, einen von Corona weitgehend unbeschwerten Sommer genießen zu können. Aber vieles aus dieser langen Zeit der Pandemie tragen wir nach wie vor mit uns herum. Erfahrungen von Einsamkeit, von Krankheit, Erinnerungen an Abschiede und auch manchen Streit um den richtigen Weg. Das ist natürlich nicht das einzige Thema, das uns beschäftigen wird. Vielleicht fühlen Sie sich ja auch rundum glücklich und fröhlich an diesem Tag. Dann wollen wir das mit Ihnen feiern!

Wort in den Tag: anders von Menschen reden

Liebe Hörerinnen und Hörer!

Diese Woche habe ich über religiöse Floskeln geredet, die uns das Leben und die Welt einfacher machen. Und jeden Tag dachte ich mir: Das machen wir in anderen Zusammenhängen doch auch. Wir stecken Menschen in Schubladen. Politisch links, rechts, dumm, schlau, blöde Frisur, ach, was weiß ich.

Wort in den Tag: anders vom Glauben reden: Gott geht mit.

Liebe Hörerinnen und Hörer!

„Gott geht mit, worauf du dich verlassen kannst.“ Ein mitreißender Song, den wir in meiner Jugendzeit oft geschmettert haben. Aber irgendwie ist das doch auch nur so dahingesagt. Oder? Geht Gott wirklich überall mit? Auch, wenn ich Böses tue? Wenn ich jemanden bestehle oder gar jemanden umbringen würde – wäre Gott wirklich da dabei?

Wort in den Tag: anders vom Glauben reden: Behütet

Liebe Hörerinnen und Hörer!

„Sei behütet auf deinen Wegen“, so geht ein beliebtes modernes Segenslied. Eingängige, angenehme Melodie, freundlicher Text. Im Moment können wir ja nicht gemeinsam singen, aber früher dachte ich mir manchmal: „Und wenn jetzt einer von diesen Behüteten auf dem Heimweg vom Bus überfahren wird? Was dann?“ Ist das nicht nur eine schöne Floskel ohne Inhalt, halt einfach was zum Sich-Gut-Fühlen?

Wort in den Tag: Anders vom Glauben reden: in Gottes Hand

Liebe Hörerinnen und Hörer!

Floskeln, die wir immer wieder verwenden, sind hilfreich. Sie machen komplizierte Sachverhalte handhabbar. Und weil das so schön und praktisch ist, reden wir auch über unseren Glauben gerne mit solchen Floskeln. Ich selber erwische mich immer wieder dabei, wie ich in Predigten den Satz sage: „Ich kann nicht tiefer fallen als in Gottes Hand“.

Wort in den Tag: Anders vom Glauben reden - G*tt

Liebe Hörerinnen und Hörer!

Unsere Welt ist ganz schön kompliziert. Um sie etwas zu vereinfachen, nutzen wir oft Floskeln, über die wir gar nicht mehr nachdenken. Aber sie geben uns irgendwie die Sicherheit, dass das alles schon so stimmen wird. Gerade beim Reden über den Glauben ist das manchmal wirklich krass, auch ich erwische mich immer wieder dabei.

Fangen wir heute doch mal an mit: Gott. Was heißt das eigentlich? „Jenes höhere Wesen, das wir verehren“. Oder „Gott ist die Liebe“, so die Bibel. Oder vielleicht nur irgend eine ferne Kraft.