Wagenkirche zur Klimademo: #allefürsKlima

Normalerweise ziehen wir mit unserer Wagenkirche jeden Freitag durch die Fußgängerzone und kommen mit den Leuten ins Gespräch zu ganz verschiedenen Themen.

Aber heute haben wir gestreikt!

OK, nicht ganz gestreikt. Wir haben eine Andacht zu Klimaschutz und zum heutigen Weltkindertag gefeiert.

Denn heute vor 30 Jahren wurden auch die Kinderrechte von den Vereinten Nationen verabschiedet.

Ansprache bei der Andacht zu Weltkindertag und Klimatag 20.9.19 11:55 St. Johannis Schweinfurt #allefürsKlima

Ja Ulli, das ist ja schön und gut, was wir da gerade gehört haben. Ein junger Mann hat alles verprasst und jetzt kehrt er wieder um. Aber was hat das denn bitteschön mit dem Tag heute zu tun? Da draußen spielen und feiern die Kinder den Weltkindertag, und die Jugendlichen und die Erwachsenen werden nachher auf der Demo Maßnahmen zum Klimaschutz fordern. Was soll denn da die Geschichte vom „verlorenen Sohn“?

Auf den ersten Blick hast du natürlich recht, Heiko. Aber ich glaube, in diesem jüngeren Sohn steckt eine ganze Menge davon drin, wie wir miteinander und mit der Welt umgehen.

Sorry, aber ich hab nicht das Geld meiner Eltern verprasst. Und die anderen Dinge jetzt auch nicht so wirklich.

Nein, das natürlich nicht. Aber dieser junge Mann zeigt uns doch ganz deutlich, wie wir gerne leben: Ohne Rücksicht auf das, was dann irgendwann mal kommt. Wir verbrauchen unsere Ressourcen und lassen es uns gut gehen. Der Sohn wusste bestimmt auch, dass sein Geld irgendwann mal zu Ende gehen wird – aber das war ihm erst mal egal. „Wird schon irgendwie weitergehen“, hat er sich vermutlich gedacht.

Wort in den Tag: Energiesparideen

Liebe Hörerinnen und Hörer!

Die Nachrichten zum Klimawandel machen uns deutlich: Wir brauchen neue Ideen, neue Wege, um mit unserer Erde schonender umzugehen. Nach der biblischen Erzählung hat Gott den Menschen auch beauftragt, die Erde nicht nur zu bebauen, sondern sie zu bewahren.

Wort in den Tag: Bäume pflanzen!
Heiko Kuschel 26. August 2019 - 9:50

Liebe Hörerinnen und Hörer!

Jeden Tag gibt es neue Katastrophen-Nachrichten, was das Klima angeht. Der Amazonas brennt, die Wälder in Sibirien auch. Aber wir Christen haben eigentlich doch eine gute Nachricht zu verbreiten. Darum gibt‘s diese Woche von mir lauter positive Nachrichten.

Heute was zu Bäumen: Die Menschen in Äthiopien haben an einem einzigen Tag 350 Millionen Bäume gepflanzt. Weltrekord! Und die Philippinen haben ein Gesetz verabschiedet, das jeden Schulabgänger verpflichtet, vor der Prüfung zehn Bäume zu pflanzen. Das macht jedes Jahr 175 Millionen.

Wagenkirche: Church for Fridays

So, endlich sind wir wieder mit unserer Wagenkirche unterwegs! Einen neuen Anstrich hat sie bekommen. Seit acht Jahren machen wir das jetzt schon fast jeden Freitag.

Fridays for Church, sozusagen. Aber ganz ehrlich, nen kleinen Motor hätten wir jetzt bei der Renovierung wirklich einbauen lassen können.

Jaaa, das ist schon anstrengend, das schwere Teil die Spitalstraße hochzuziehen. Aber ich bin ganz froh, dass wir keinen haben. Ist umweltfreundlicher.

Da hast du allerdings recht. Umweltfreundlich ist aber oft halt auch weniger bequem.

Ansprache beim MehrWegGottesdienst: Klimawandel in die Herzen!

Es ist kalt geworden in Deutschland.

Endlich, endlich ist es kalt.

Wir hatten schon Sorge, der Sommer ende nie.

Witze haben wir gemacht, dass wir unterm Weihnachtsbaum grillen werden.

Und doch voll Sorge auf die Spiegel der Flüsse und Seen geblickt.

Ist das der Klimawandel? Werden die Prophezeiungen wahr? Werden unsere Kinder, unsere Enkel noch leben können in dieser Welt?

Predigt zum Schulanfangsgottesdienst der Landwirtschaftsschule: Unterwegs im Auftrag des Herrn

Liebe Schülerinnen und Schüler der Landwirtschaftsschule, liebe Lehrerinnen und Lehrer!

Endlich mal soll es wieder so was wie ein bisschen Regen geben. Endlich mal wird es ein bisschen kühler. Was war das für ein Sommer! Seit Monaten, eigentlich das ganze Jahr schon, ist es bei weitem zu trocken. Wenn ich die Grafiken beim Dürremonitor Deutschland anschaue, dann ist da halb Deutschland dunkelrot eingefärbt – außergewöhnliche Dürre. Vor einem Jahr wusste ich noch nicht mal, dass es diesen Dürremonitor gibt – jetzt gehen die Grafiken auf Facebook rum, weil sich nun nicht nur die Landwirte Sorgen machen. 

Predigt zur Abschlussfeier der Landwirtschaftsschule: Menschen ernähren

„Menschen ernähren statt Medien füttern“. Dieses Motto haben Sie sich für Ihre Abschlussfeier gegeben, liebe – nun muss ich ja sagen: ehemalige – Schülerinnen und Schüler. Als ich das gesehen habe, hab ich mir gedacht: Hach ja. Genau. Geht mir ganz genauso. So wichtig Medien sind: Langsam geht mir vieles davon ziemlich auf den Geist. Ich will auch Menschen „ernähren“, sozusagen, halt nicht mit Nahrungsmitteln für den Körper, sondern für den Geist.  Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich Sie da richtig verstanden habe. Für mich steckt da auch ein tiefer Seufzer drin, dem ich mich genau so anschließen kann: Wir wollen doch nur unsere Arbeit gut machen, zum Wohl der Menschen, wir jeweils auf unsere Weise. Und dann wird schon wieder die nächste Sau durchs Dorf getrieben. Irgend jemand aus unserer Berufsgruppe hat wieder mal einen blöden Satz gesagt. Irgend jemand hatte seinen Betrieb nicht im Griff, hat grobe Fehler gemacht – und alle hängen mit drin. Oft genug wird da nicht differenziert. Ist eigentlich völlig egal, ob das der jeweils neueste Fleischskandal ist oder ein Finanzskandal in einem Bistum oder einem evangelischen Dekanat. Gleich heißts wieder „die sind alle so!“ - dabei versuchen wir doch alle unser Bestes.

Predigt: Für die Zukunft unserer Erde

Text: Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“ (1. Mose 8,22)

Liebe Schülerinnen und Schüler der Landwirtschaftsschule, liebe Lehrerinnen und Lehrer!

Ein neues Schuljahr beginnt für Sie heute. Sie werden in den nächsten Monaten ziemlich viel lernen. Sie werden Neues erfahren, bei manchem, das Sie schon kennen, vielleicht auch gelangweilt gähnen. Aber vor allem: Sie werden sich mit der Zukunft unserer Erde beschäftigen.