Ansprache beim MehrWegGottesdienst: Das Beste kommt noch!

Der Löffel ist da!
Ihr habt ihn in der Hand.
Oder er liegt vor euch, neben euch.
Der Löffel ist da!
Und er ist ein Versprechen:
Das Beste kommt noch.
Es gibt einen Nachtisch.
Es wird lecker.
Selbst, wenn es Leber mit Rosenkohl und Spinat gibt:
Am Ende steht das Eis, der Pudding, die Erdbeeren mit Sahne.
Der Löffel ist da!
Du hast ihn in der Hand.
Nicht alles kannst du beeinflussen.
Manchmal in deinem Leben gibt es Dinge,

Wagenkirche: Lichtblicke

Die Wagenkirche ist mal wieder unterwegs!
Wie ist es dir denn in der letzten Woche so ergangen seit wir uns am letzten Freitag darüber ausgetauscht haben, was uns Freude macht.

Gut ging mir. Ein kleines Erlebnis möchte ich dir gerne erzählen: Am Montag als ich am Main aus dem Auto gestiegen bin, traute ich erst meinen Ohren nicht. Ich hörte eine Nachtigall singen!

Echt! Sind die denn schon da?

Ja, und inzwischen habe ich schon an ganz unterschiedlichen Orten welche gehört. Langsam glaube ich, dass es doch Richtung Sommer geht.

Jahrzehnte, die Jahrtausende prägen

Ansprache zur Andacht zum 36. Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe

Bergrheinfeld/Wegkreuz, 24.4.2022

Ich habe jetzt wirklich lange überlegt, welchen Bibeltext ich für meine Ansprache heute wählen soll. Schließlich laufen die Andachten hier am Atomkraftwerk schon seit geraumer Zeit, mein letzter Beitrag dazu war vor ziemlich genau 15 Jahren. Und die Stelle aus der biblischen Schöpfungsgeschichte, wo Gott den Menschen aufträgt, die Erde zu bebauen und zu bewahren – die ist hier an diesem Ort vermutlich schon total abgedroschen, nein, das kann ich heute nicht nehmen. Da sind wir uns ja sowieso einig, dass wir von diesem Anspruch weit entfernt sind.

Ostereier - Lebenshoffnung
Heiko Kuschel 20. April 2022 - 9:45

Liebe Hörerinnen und Hörer!

Na, schon alle Ostereier aufgegessen? Oder können Sie schon keine Hühnereier mehr sehen und Schoko auch nicht?

Warum wir überhaupt Eier an Ostern verstecken, ist ja nicht so ganz klar. Ich denke: Es ist ein Symbol des Lebens. Aus dem Ei, das wie tot da liegt und das man fast für einen Stein halten könnte, schlüpft auf einmal – ein neues Leben. Haben Sie das schon mal beobachtet, wie ein Küken schlüpft? Ich finde das ein großes Wunder, wie ein neues Leben beginnt.

Ansprache beim MehrWegGottesdienst: Der Himmel ist (H)offen!

Predigt am 2. Adventssonntag – MehrWegGottesdienst "Der Himmel ist (H)offen!"
Schweinfurt via Zoom, 5.12.2021


Chat: Was ist eure Hoffnung, was lässt euch fliegen? Teilt eure Gedanken mit uns im Chat oder sprecht es laut aus.
...

Hoffnung. Du flüchtige. Was hofften wir, hofften wir, hofften wir.

Auf ein Ende der Pandemie.

Auf Gesundheit, Genesung.

Auf den Erfolg in der Arbeit, in der Schule.

Auf Rettung.

Auf Frieden.

Schalom.

Hoffnung. Du flüchtige. Was hofften wir, hofften wir, hofften wir.

Euch ist heute der Heiland geboren!

"Wort in den Tag" auf Radio Primaton

Liebe Hörerinnen und Hörer,

unsere Welt ist so was von kaputt. Ich meine nicht nur Corona und den Lockdown. Ich meine auch die Kriege, den Hunger, die Millionen Menschen auf der Flucht, den Klimakollaps. Ich meine auch die Obdachlosen bei uns, die Gewalt gegen Kinder, die Armut in unserem Land. Ich meine die Diskussionen im Netz, die wegen kleinster Meinungsverschiedenheiten ausarten bis hin zu Morddrohungen.

Unsere Welt ist so was von kaputt.

Und dann sagt der Engel in der Weihnachtsgeschichte: „Euch ist heute der Heiland geboren!“ Der Heiland. Also der, der heilt. Der alles wieder zurechtbiegt. Der unserer Welt Heilung bringt.

Predigt zu Weihnachten: Freudenboten? Ach was.

Freudenboten.

Die Heil verkünden.

Ach was.

Könnten wir auch mal gebrauchen.

Wär doch eigentlich schön, Gott.

Komm doch her, heile uns.

Hier ist alles kaputt.

Die Menschen sterben.

Hunderte jeden Tag.

Und andere meinen, das sei nicht so schlimm,

Hauptsache, die Läden würden wieder aufmachen,

und sie dürften wieder feiern gehn.

Predigt am Heiligen Abend 2020: Es ist ein Ros entsprungen

Es ist ein Ros entsprungen, so haben wir es vorhin gehört. Dieses wunderschöne Weihnachtslied, quasi eine Vertonung unseres heutigen Predigttextes. Geschrieben in einer Zeit, in der die Israeliten dachten: Bald ist es vorbei.

Der Prophet Jesaja kündigte es an, das Ende. Das Bablonische Exil, das dann ja auch kam. Der Baum wurde gefällt, da wuchs nichts mehr. Die Oberschicht verschleppt ins Babylonische Exil, der Rest weitgehend geflüchtet in die andere Richtung, nach Ägypten. Israel? Nur noch ein abgehauener Baumstumpf. Nichts mehr da. Keine Hoffnung mehr. Keine Zukunft mehr.

Wie so ein abgehauener Baumstumpf fühle auch ich mich in diesen Tagen oft. Nach diesem Corona-Jahr voller Einschränkungen, voller Sorgen, voller nicht mehr gültiger Selbstverständlichkeiten. Hätten wir uns das jemals träumen lassen, dass Geschäfte und Schulen schließen oder dass wir mit großem Abstand, mit Masken und ohne selbst zu singen hier draußen stehen würden am Heiligen Abend?

"Hoffnungsfenster": Video-Predigtslam am vorletzen Sonntag im Kirchenjahr

Macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon.

Jesus,
sag mal, was erzählst du da? So geht das doch nicht. Also, damit ich das richtig verstehe: Ein Verwalter wird abgesetzt, weil er schlecht gewirtschaftet hat. Und kurz vor der Arbeitslosigkeit holt er die Schuldner seines Herrn und erlässt ihnen einen Teil der Schulden. Und zwar riesige Mengen. Fünfzig statt hundert Eimer Öl, das ist ein Vermögen. Und alles nur, damit er nachher Freunde hat, die für ihn sorgen, eine Hand wäscht die andere.

Und dann? Dann lobt sein Herr auch noch diesen betrügerischen Typen, weil er weise gehandelt hat. Und du sagst:  Macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon.
Gehts noch, Jesus? Also, dem Rechnungsprüfungsamt darf ich das nicht erzählen. Was soll das? Was soll ich denn da den Menschen heute erzählen? Sollen wir betrügen und lügen? In einer Zeit der Wahlbetrugsvorwürfe in den USA. In einer Zeit, in der sich Firmen mit Unsummen Vorteile in der öffentlichen Meinung verschaffen. Geld ist Macht, und das große Geld ist woanders.

Macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon?

So kannst du das nicht gemeint haben, Jesus. Du rufst doch nicht auf zu Lug und Betrug.

Oder doch?